Sprechstunde am 16. August 2019

Am 20.07.2019 Stress in Kassel mit der Polizei gehabt? Polizeimaßnahme auf der Straße gehabt oder gleich mit auf die Polizeiwache genommen worden? Schon Vorladungen von der Polizei erhalten? Oder willst du nur mit jemanden über die erlebte Polizeigewalt reden?

Die Rote Hilfe Ortsgruppe hat am 16.08.2019 wieder Sprechstunde im Infoladen „…an der Halitstraße“ (Holländische Straße 88) von 18-20 Uhr. Komm vorbei, bring deinen Papierkram* mit, wir sind für euch da!

Es bietet sich an möglichst zeitnah ein Gedächtnisprotokoll anzulegen.
Im Gedächtnisprotokoll hältst du fest, was genau geschehen ist. Es dient dir als Gedächtnisstütze für etwaige spätere Verfahren und sollte von dir selbst, einer/m Anwält*in oder einer Rechtshilfegruppe unter Verschluss bewahrt werden. Daneben dient es der Dokumentation von Polizeigewalt. Beim Schreiben immer daran denken: Je genauer das Protokoll ist, desto besser kann später auf mögliche Anklagepunkte reagiert werden. Ungenaue Protokolle nutzen dir und deinem/r Anwält*in später wenig. Weitere Tipps zum Gedächtnisprotokoll gibt es beim EA-Frankfurt.

Info/Mobilisierungsvortrag Halim Dener Gefoltert. Geflüchtet. Verboten. Erschossen.

Halim Dener – Gefoltert. Geflüchtet. Verboten. Erschossen.

Bei Wikipedia wird das Alter von Halim Dener fälschlicherweise mit 41 Jahren angegeben. So alt wäre er tatsächlich geworden, hätte die deutsche Polizei ihn nicht in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1994 auf offener Straße in den Rücken geschossen und ermordet. Er wurde nur 16 Jahre alt. Halim Dener wurde erschossen, weil er in dieser Nacht Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte. Er repräsentiert in seiner
Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie die rassistische und gegen die Menschenwürde gerichtete Polizeigewalt. Deswegen organisieren wir als Kampagne: „Halim Dener – Gefoltert Geflüchtet Verboten Erschossen “ zu seinem 25. Todestag eine Demonstration. Alle Infos zu Halim Dener und zu der Demonstration am 6.7. erhält ihr auf unserer zusätzlichen Veranstaltung.

Infoveranstaltung 03. Juli 2019, 19 Uhr, Club Commune, Kassel Weserstraße 17,

Nehmt Teil an der DEMONSTRATION am 6. JULI 2019 um 14.00 UHR, Hannover Ernst-August-Platz

Veranstaltungsreihe über Polizeigesetzverschärfungen

Sprechstunde am 17. Mai 2019

Sprechstunde am 17. Mai 2019

Am Freitag, den 17.05. findet die Antirepressions-Sprechstunde der Roten Hilfe Kassel im Infoladen „…an der Halitstraße“ (Holländische Straße 88) statt. Wenn ihr rechtliche Fragen habt oder von politischer Repression betroffen seid und Unterstützung sucht, kommt vorbei wir sind von 18-20 Uhr für euch da.

Aktionstag gegen Polizeigewalt am 23.04.2019 in Witzenhausen.

Erinnerung an Ereignisse von unverhältnismäßiger Polizeigewalt nach rechtswidrigem Abschiebeversuch vor einem Jahr. Vielfältiges Programm am Jahrestag: Mahnwache auf Marktplatz, Foto- und Videoausstellung, Radiofeature, Pressespiegel, Musik, Raum für Diskussionen und Abendvortrag.

Am Dienstag den 23. April 2019 findet ab 14 Uhr in der Stadt Witzenhausen ein vielfältiger Aktionstag gegen Polizeigewalt statt.

Anlass ist der Jahrestag der unverhältnismäßigen Polizeigewalt im Verlauf einer offensichtlich rechtswidrigen Abschiebung eines Geflüchteten im Jahr 2018. Der Vorfall sorgte bundesweit für mediale Berichterstattung.

Über 20 Personen wurden damals durch die Polizei verletzt. Die offensichtlich rechtswidrige Abschiebung konnte damals durch das Regierungspräsidium Kassel in letzter Sekunde gestoppt werden, nachdem die Demonstrierenden RAin Claire Deery und RA Sven Adam kontaktiert hatten. Mehrere Klagen sind damals im vor dem Verwaltungsgericht Kassel erhoben und u.a. eine Strafanzeige gegen einen Polizeibeamten bei der Staatsanwaltschaft Kassel gestellt worden. Bei einem bunten Straßenfest solidarisierten sich letztes Jahr mehr als 300 Menschen unter dem Motto „Witzenhausen bleibt bunt – gegen Polizeigewalt und Rechten Hass“.

Am ersten Jahrestag findet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm in Witzenhausen statt. Es wird über Polizeigewalt und Repression in Deutschland informiert. Hierfür wird das Gespräch mit Witzenhäuser Bürger*innen gesucht. Von 14 bis 19 Uhr findet auf dem Marktplatz eine Mahnwache statt. Zu jeder vollen Stunde wird im Rathauskeller das SWR Radiofeature „Täter in Uniform“ zu hören sein. Eine Foto- und Videoausstellung zu Polizeigewalt und politische Musik von Gerd Schinkel runden das Programm ab. Es gibt genügend Raum für Diskussionen und Austausch.

Ergänzt wird die Mahnwache durch einen Pressespiegel, mit dessen Hilfe sich Witzenhäuser*innen über die Abschiebung und die stattgefundene Polizeigewalt vom 23.04.2018 ganzheitlich informieren können. Der unabhängige journalistische Medienblog BILDblog kritisierte damals unter dem Titel „Hier spricht die Polizei: Redaktionen bitte selbst recherchieren!“ die anfangs unkritische Berichterstattung vieler Medien und mahnte: „Sich bei der Berichterstattung einzig auf Aussagen der Polizei zu verlassen, reicht oft nicht. Erst recht nicht, wenn die Polizei Partei in einem Konflikt ist.“

Der Aktionstag endet um 19:00 Uhr im Rathauskeller mit einem Abendvortrag von Katrin Raabe von „Bürger*innen beobachten Polizei“.

Thematisiert werden unter anderem die fehlende Fehlerstruktur innerhalb der Polizei, das Fehlen unabhängiger Ermittlungsstellen und Kennzeichnungspflicht, rechte Strukturen in der Polizei, sowie
Überwachungs- und Datenskandale bei der Polizei.

Der Aktionstag wird veranstaltet von der Betroffeneninitiative 23.April.



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