Archiv für Juli 2014

Spendenaufruf des Bündnis gegen Burschentage in Eisenach

Nach­dem wir seit 2011 kon­ti­nu­ier­lich un­se­ren Pro­test gegen die Deut­sche Bur­schen­schaft zum Aus­druck brin­gen und sich ihr Auf­tritt in Ei­se­nach zu­neh­mend zum me­dia­len De­sas­ter ent­wi­ckelt hatte, be­ka­men wir es in die­sem Jahr vor allem mit einem Män­ner­bund der an­de­ren Art zu tun: Der Po­li­zei.

Mas­si­ve Vor­kon­trol­len, die An­sa­ge der Ein­satz­lei­te­rin, die Stadt vor der Demo schüt­zen zu müs­sen und das Platz­hir­sch­ge­ha­be der über­wie­gend männ­li­chen Cops präg­ten die Stim­mung an die­sem Tag. Das Ein­satz­kon­zept schien von vorn­her­ein auf Es­ka­la­ti­on aus­ge­rich­tet zu sein. In einer engen Gasse – die noch kurz­fris­tig vom Ord­nungs­amt als Route durch­ge­drückt wor­den war – kam es zu Ran­ge­lei­en, weil sich Bul­len an der Demo vor­bei­quet­schen woll­ten und dabei De­mons­trant*innen zur Seite schubs­ten.
Dies wie­der­hol­te sich mehr­mals und führ­te zu meh­re­ren An­grif­fen der Po­li­zei auf un­se­re De­mons­tra­ti­on.
So kam es schließ­lich nach Auf­lö­sung der De­mons­tra­ti­on am Bahn­hof zu einer Viel­zahl an po­li­zei­li­chen Maß­nah­men.

Wir for­dern die davon be­trof­fen Ge­nos­s_in­nen auf, sich bei uns oder einer lo­ka­len Grup­pe der Roten Hilfe zu mel­den. Bitte fer­tigt Ge­dächt­nis­pro­to­kol­le an und schickt sie uns ver­schlüs­selt zu. Wenn ihr Post von der Po­li­zei be­kommt, ist es umso wich­ti­ger, dass ihr einen küh­len Kopf be­wahrt und euch zu­nächst (po­li­ti­schen) Rechts­bei­stand sucht. Das Wich­tigs­te ist, dass ihr ge­gen­über der Po­li­zei keine An­ga­ben ma­chen müsst und dies auch in kei­nem Fall tun soll­tet.
Gleich­zei­tig rufen wir dazu auf, für die zu er­war­ten­den Ge­richts­kos­ten etc. auf das Konto der Roten Hilfe Orts­grup­pe Kas­sel zu spen­den.

Inhaber: Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Kassel

Kontonummer: 4007238355
Bankleitzahl : 43060967
Kreditinstitut: GLS-Bank, Bochum

IBAN: DE96 4306 0967 4007 2383 55
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: Eisenach

Be­trof­fen sind ei­ni­ge, ge­meint sind wir alle. Für uns als Bünd­nis gegen Bur­schen­ta­ge steht fest: Wir las­sen die Be­trof­fe­nen nicht al­lei­ne mit den ent­ste­hen­den Re­pres­si­ons­kos­ten son­dern tra­gen diese als Be­we­gung kol­lek­tiv.