Veranstaltung zu: Polizeigewalt und Vorladungen

Polizeigewalt und Vorladungen, was nun? Ruhe bewahren!

Am 9.11.2018 griff die Polizei die Demonstration „Rechtsruck aufhalten -Repression zerschlagen“ an. Die Demo richtete sich u.a. gegen Polizeigewalt, da die Polizei bereits am 27.10. die Kundgebung „Zum
Gesundheitszustand von Abdullah Öcalan“ am Rathaus Angriff und probierte, einen Genossen auf die Polizeiwache zu verbringen. Dies scheiterte jedoch an der mangelnden Durchsetzungsfähigkeit der 40 Polizist_innen gegenüber den 30 Demonstrierenden. Die Rache der Polizei war absehbar.

So ließ sie die Demo in der Kasseler Innenstadt auflösen und fing an auf die Demonstrierenden einzuschlagen, zu treten und diese mit Pfefferspray zu besprühen. 10 Genoss_innen wurden vorläufig festgenommen. Eine Person verbrachte die Nacht im Krankenhaus. Als Vorwand der Polizeigewalt diente wiedermal das Zeigen einer angeblich verbotenen Fahne, wobei hier für uns klar ist, dass es einzig und allein um die kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbewegung und eine Machtdemonstration seitens der Polizei geht.

Jetzt verschicken die Berufsschläger die ersten Vorladungen an
Beschuldigte, u.a. mit dem Tatvorwurf des Widerstands. Damit verfolgen sie auch noch alle, die sich nicht schnell genug von der Straße haben prügeln lassen. Wir raten: folgt auf gar keinen Fall den Vorladungen! Als Beschuldigte müsst ihr nicht bei der Polizei erscheinen, daduruch entsteht euch auch kein Nachteil im möglicherweise folgenenden Strafverfahren. Stattdessen empfehlen wir: kommt zu unserer Veranstaltung am 12.12.2018 um 16 Uhr in den kurdischen Kulturverein in der Frankfurtersstraße 82.

Dort werden wir mit zwei anwesenden Anwälten das weitere mögliche Vorgehen besprechen. Bringt eure Vorladung mit falls ihr schon welche erhalten habt. Falls ihr weitere Betroffene von den Polizeimaßnahmen am 9.11. kennt, informiert sie bitte über die Veranstaltung.

Und denkt dran: Keine Aussagen bei Polizei und Justiz! Gar keine!
Das gilt nicht nur auf dem Polizeirevier, sondern auch, wenn ihr auf der Straße, Arbeit oder Wohnung angesprochen werdet. Mit einer konsequenten Aussageverweigerung ist ein guter Grundstein zur Sabotage der Beweisaufnahmeeines Strafverfahrens gelegt.

Schützt euch und andere und meldet uns, falls ihr angesprochen werdet!
Unter: kassel [ät] rote-hilfe.de


0 Antworten auf „Veranstaltung zu: Polizeigewalt und Vorladungen“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


drei × acht =